DER KUNSTTREFF
 
FÜR ERWACHSENE


Bitte melden Sie sich zu den Veranstaltungen unter der Telefonnummer 02331 207 2740 an.

Beim Kunsttreff begegnen sich kunst- und kulturinteressierte Erwachsene. Er findet regelmäßig einmal bis zweimal im Monat am Donnerstag von 14:30 bis 16:30 Uhr im Kunstquartier statt und kostet 9 Euro pro Person.
Nach einer Einführung steht das Gespräch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Mittelpunkt - zusammen werden die Bilder betrachtet und erforscht. Dazu sind keine Vorkenntnisse erforderlich, nur die Lust am Schauen und am gemeinsamen Gespräch. Unterstützt wird der Kunsttreff vom Osthaus Bund.
Das Angebot kann auch für eine Gruppe mit maximal 20 Personen gebucht werden. Hierfür wird der ermäßigte Gruppeneintritt von 4 Euro pro Person + 100 Euro (wochentags) und 110 Euro (Wochenende) Führungsentgelt erhoben.

Informationen zu den aktuell geltenden Schutz- und Hygienemaßnahmen erhalten Sie bei der erforderlichen Anmeldung unter: 02331-207 2740.


KUNSTTREFF
Donnerstags 14.30 – 16.30 Uhr
Treffpunkt: Foyer des Kunstquartiers Hagen


29. Juli 2021 Vom Aufspüren, Suchen und Sammeln – 75 Jahre Osthaus Museum Hagen
12. August 2021 Folkwang-Reflexe – Eine Präsentation zum 100. Todestag des Folkwang-Gründers Karl Ernst Osthaus
26. August 2021 Fritz Winter – Durchbruch zur Farbe
2. September 2021 Folkwang-Reflexe – Eine Präsentation zum 100. Todestag des Folkwang-Gründers Karl Ernst Osthaus
9. September 2021 Sigrid Sigurdssons – Die Architektur der Erinnerung Fritz
16. September 2021 Fritz Winter – Durchbruch zur Farbe
23. September 2021 Sigrid Sigurdssons – Die Architektur der Erinnerung


Vom Aufspüren, Suchen und Sammeln – 75 Jahre Osthaus Museum Hagen
Donnerstag, 29. Juli 2021
14.30 - 16.30 Uhr
Treffpunkt: Foyer des Kunstquartiers Hagen

Zur Erinnerung an das 75-jährige Bestehen präsentiert das Osthaus Museum Hagen die Ausstellung „VOM AUFSPÜREN, SUCHEN UND SAMMELN. 75 JAHRE OSTHAUS MUSEUM HAGEN“ und zeigt Repräsentiert wird diese durch Gemälde und Plastiken verschiedenster Künstler*innen, die Einfluss auf die Kunst des 20. Jahrhunderts genommen haben: Beuys, Albers, die Bildhauerin Renée Sintenis ebenso wie Rohlfs, Schumacher und Mataré. Sichtbar wird so nicht nur eine Geschichte moderner Kunst, sondern auch die Beziehung zwischen dieser und der Stadt Hagen.
Der Beginn der Sammlung fällt mit dem Ende des Nationalsozialismus und seiner von Verbot, Schmähung und Zerstörung geprägten Kunstpolitik zusammen. Herta Hesse-Frielinghaus, die bis heute einzige weibliche Direktorin des Osthaus Museums, stand vor der großen Aufgabe, aus einem stark dezimierten Bestand eine neue Sammlung aufzubauen. Das so entstandene Museum trägt seinen Anspruch schon im Namen: In der Tradition des stilprägenden Sammlers Karl Ernst Osthaus wird in Hagen moderne Kunst von Weltrang gesammelt. Hesse-Frielinghaus‘ Nachfolger reagieren auf jeweilige Tendenzen in Kunst, Politik und Zeitgeschehen.

Im Fokus des Kunsttreffs steht das Museum selbst, mitsamt den vier Direktor*innen und ihren Einflüssen auf die Sammlung. Jeder fügt ihr eine individuelle Note hinzu, mal der Förderung des Regionalen verpflichtet, mal mit Fokus auf nicht-gegenständliche Malerei der Gegenwart.


Folkwang-Reflexe – Eine Präsentation zum 100. Todestag des Folkwang-Gründers Karl Ernst Osthaus
Donnerstag, 12. August 2021
Donnerstag, 2. September 2021
14.30 - 16.30 Uhr
Treffpunkt: Foyer des Kunstquartiers Hagen


Das Osthaus Museum Hagen würdigt das Andenken an seinen Namensgeber mit der Ausstellung „Folkwang-Reflexe“ in der historischen Folkwang-Brunnenhalle. Obwohl die Folkwang-Sammlung nach Osthaus‘ Tod von seiner Familie an die Stadt Essen verkauft wurde, lassen sich heute einige Werke aus der historischen Folkwang-Sammlung in der Sammlung des Osthaus Museums Hagen finden und mit den Objekten im Katalog des Folkwang aus dem Jahr 1912 identifizieren. Zu diesen gehören beispielsweise das große Wandbild aus dem ehemaligen Folkwang-Musiksaal von Emil Rudolf Weiss wie auch Gemälde und Grafiken von Christian Rohlfs oder Radierungen von Käthe Kollwitz sowie der berühmte „Schwanenteppich“ von Otto Eckmann. Gezeigt wird auch ein steinerner Buddhakopf aus dem Privatbesitz von Osthaus, der auf sein Konzept der Entwicklung eines Weltkunstmuseums verweist. Dieser konnte durch eine Schenkung des Karl Ernst Osthaus Bundes zurückerworben werden. Einen zeitgenössischen Reflex der historischen Hagener Folkwang-Sammlung bietet die Arbeit „Salon de Fleurus: Moderne Kunst aus dem Museum Folkwang“. Sie besteht aus 26 kleinformatigen Gemälden, die Ansichten des historischen Folkwang-Bildersaales sowie die darin präsentierten Hauptwerke widergeben.

Im Kunsttreff wird die außergewöhnliche Sammlungsgeschichte des Folkwang-Museums in Hagen beleuchtet und die Bedeutung von Karl Ernst Osthaus für die Entwicklung von Kunstmuseen im Ruhrgebiet erläutert.


Fritz Winter – Durchbruch zur Farbe
Donnerstag, 26. August 2021
Donnerstag, 16. September 2021
14.30 - 16.30 Uhr
Treffpunkt: Foyer des Kunstquartiers Hagen

Fritz Winter gehört zu den bedeutenden deutschen Malern in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sein Werk ist vom Studium am Dessauer Bauhaus bei Klee, Kandinsky, Feininger und Moholy-Nagy geprägt. Während des Nationalsozialismus wurde der spätere dreimalige documenta-Teilnehmer als entartet diffamiert und erhielt ein Malverbot. In der Nachkriegszeit entwickelt er den Höhepunkt seines Schaffens, das dem Art Informel nahesteht. Damit zählte er zu den wichtigsten künstlerischen Repräsentanten der jungen Bundesrepublik. Als Retrospektive angelegt, widmet sich die Ausstellung „Fritz Winter – Durchbruch zur Farbe“ im Emil Schumacher Museum dem gesamten malerischen Spektrum in seinem Werk.
Mit rund 100 präsentierten Werken gibt die Ausstellung einen umfassenden Einblick in alle bedeutenden Werkphasen des Künstlers und seine Auseinandersetzung mit Farbe, Linie und Form. Der Rundgang, beginnend mit Winters ersten Arbeiten bis hin zu seiner letzten Leinwand, macht die Entwicklung seines eindrucksvollen Œuvres anschaulich.

Im Kunsttreff werden die verschiedenen Werkphasen anhand beispielhafter Schlüsselwerke erläutert und die künstlerische Entwicklung sichtbar gemacht.


Sigrid Sigurdssons – Die Architektur der Erinnerung
Donnerstag, 9. September 2021
Donnerstag, 23. September 2021
14.30 - 16.30 Uhr
Treffpunkt: Foyer des Kunstquartiers Hagen

„Die Architektur der Erinnerung – Das Museum im Museum“ ist das Hauptwerk der „Offenen Archive“ der Künstlerin Sigrid Sigurdssons (*1943). In dieser zentralen Arbeit verdichten sich einzelne Werkkomplexe aus unterschiedlichen Werkphasen der Künstlerin zusammen mit Beiträgen zahlreicher Autorinnen und Autoren zu einem vielschichtigen und vielteiligen Konstrukt. Seit 1988 gehört die archiv- und bibliotheksähnliche Rauminstallation zum Kern der zeitgenössischen Sammlung des Osthaus Museums in Hagen. Überraschend und ungewohnt ist dabei die Tatsache, dass bis auf wenige Ausnahmen fast alle Bestandteile der Arbeit bewegt, betrachtet oder benutzt werden dürfen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Archiven oder Bibliotheken gibt es keinen systematischen Katalog, der ein gezieltes Auffinden möglich macht. Welche Elemente hervorgeholt und benutzt werden, hängt allein vom zufälligen Zugriff ab.

Im Kunsttreff wird Gedächtnis und Erinnerung in der Kunst Sigrid Sigurdssons behandelt. In der Rauminstallation „Die Architektur der Erinnerung“ wird unmittelbar nachvollziehbar, welche Bedeutung die Themen Gedächtnis und Erinnerung in Sigurdssons Kunst haben und wie sie diese künstlerisch umsetzt.



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